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Forschungsschwerpunkte


Im Mittelpunkt der Forschung der Professur für Wirtschafts- und Agrarpolitik steht die Analyse von Politiken im Bereich der Agrar- und Ernaehrungswirtschaft. Neben der Begleitung traditioneller Agrarpolitik erlangen Forschungsprojekte zu Agrar-Umwelt Beziehungen, ländlichem Raum und dem Handel mit landwirtschaftlichen Gütern und Lebensmitteln zunehmende Bedeutung. Einen Schwerpunkt hat dabei traditionell die quantitative Politikfolgenabschätzung mit ökonomischen Simulationsmodellen, zunehmend aber auch ökonometrisch-empirische Analysen. Die Professur ist eingebettet in die inhaltlichen Zukunftskonzepte der Fakultät, insbesondere in den Bereichen "Mathematische Modellierung von Agrarsystemen" (Themenbereichssprecher), "Balanced Dairy Systems" und "Agrarsysteme: Ökosystemare Dienste und Risiken".

Im Laufe der letzten beiden Jahrzehnte wurden verschiedene Modellsysteme zur Politikfolgenabschätzung entwickelt, wie RAUMIS mit seinem Fokus auf die deutsche Landwirtschaft, heute im Einsatz beim VTI in Braunschweig. Aus den Arbeiten am Welhandelsmodell für Agrargüter WATSIM, das heute nicht mehr eingesetzt wird, und Erfahrungen aus RAUMIS ging das CAPRI Modellsystem hervor. CAPRI, das regionalisiert die EU27 und den weltweiten Agrarhandel abdeckt, wird seit 1997 an der Professur kontinuierlich weiterentwickelt, und steht im Mittelpunkt zahlreicher Drittmittelprojekte. Im Rahmen des IMPETUS-Projekts werden seit 2000 auch Simulationsmodelle zur Ressourcennutzung entwickelt, die sich mit Fragen der agrarischen Wasser- und Landnutzung vor dem Hintergrund eines sich durch Klimawandel ändernden hydrologischen Kreislaufs in Afrika befassen. Darüber hinaus sind eine Vielzahl abgeschlossene und aktuelle Forschungsprojekte zu erwähnen, die sich mit methodischen Problemen der der empirischen Spezifikation von ökonomischen Modellen widmen, oder spezifische empirische Arbeiten im Bereich der inhaltlichen Ausrichtung der Gruppe darstellen.

Kooperationen


Die Professur ist durch zahlreiche internationale Verbundprojekte in die deutsche und europaeische Forschungslandschaft eingebunden. Um Doktoranden und anderen wissenschaftlichen Mitarbeitern den Zugang zur angewandten Forschung zu vermitteln, aber auch um Forschungsergebnisse in die Industrie und Verwaltung zu transferieren, unterhält die Professur eine enge Verbindung zu EUROCARE, einer auf quantitative Politikfolgenabschaetzung spezialisierten Consulting.


Zuletzt geändert: 20.10.2010