LandwirtschaftlicheFakultät
Inhalt
- Forschungsförderung bei Nachwachsenden Rohstoffen
- Vorstudie: Möglichkeiten, Voraussetzungen und Chancen flächendeckender extensivierung der landwirtschaftlichen Produktion
- Entwicklungen von Zielsetzungen und Maßnahmen für den Politikbereich Landwirtschaft und ländlicher Raum - Natur und Umwelt -
- Konzepte dezentralisierter Umweltpolitik und Informationsinstrumente zur Bewertung umweltschonender Landnutzung
- Information als privates Gut
- Europäische Umweltpolitik - insbesondere Umwelthaftung
- Interregionale Arbeitsteilung und das Konzept der nachhaltigen Entwicklung
Weitere Links
Forschungsschwerpunkt: Umwelt- und Ressourcenökonomie
Forschungsförderung bei Nachwachsenden Rohstoffen
Gegenstand dieser Forschungsarbeit war es, ein Konzept für die Evaluierung der Forschungsförderung im Hinblick auf forschungspolitische sowie allgemeine wirtschafts- und gesellschaftspolitische Ziele zu entwerfen und am Beispiel des Produktkomplexes Flachs zu testen. Diese Untersuchung ist eine Teilstudie im Rahmen der Serie von Studien des Dachverbandes der Agrarwissenschaften zur Bestandsaufnahme und Evaluierung des Forschungsstands im Bereich der Nachwachsenden Rohstoffe.
| Bearbeiter: | Tschmarke |
| Auftraggeber: | Bundesministerium für Forschung und Technologie |
| Laufzeit: | Abschluß des Projektes im Dez. 1990 |
Vorstudie: Möglichkeiten, Voraussetzungen und Chancen flächendeckender extensivierung der landwirtschaftlichen Produktion
Ziel dieser im Rahmen des Lehr- und Forschungsschwerpunktes "Umweltverträgliche und Standortgerechte Landwirtschaft" der Universität Bonn durchgeführten Vorstudie war es, eine Bestandsaufnahme und Systematisierung des vorhandenen Wissens zum Themenbereich "Extensivierung der landwirtschaftlichen Produktion" vorzunehmen, Engpaßfaktoren für die Umsetzung extensiver Produktionsweisen zu identifizieren sowie Forschungsbedarf und Forschungsmöglichkeiten zum Bereich "Extensivierung" aufzuzeigen.
Hierzu wurde der Bereich "Extensivierung" aus einzelbetrieblicher sowie aus agrarsektoraler und agrarpolitischer Sicht betrachtet sowie aus soziologischem und produktionstechnischem Blickwinkel beleuchtet. Möglich war dies nur durch ein interdisziplinäres Vorgehen.
An der Durchführung der Vorstudie wirkten deshalb Vertreter verschiedener Disziplinen des Lehr- und Forschungsschwerpunktes mit. Neben Dr. Frohberg und Prof. Henrichsmeyer waren an der Projektleitung Prof. Kutsch (Institut für Agrarpolitik, Marktforschung und Wirtschaftssoziologie, Lehrstuhl für Wirtschaftssoziologie) und Prof. Schiefer (Institut für landwirtschaftliche Betriebslehre) beteiligt. In der Arbeitsgruppe waren des weiteren Prof. Köpke (Institut für Organischen Landbau), Prof. Pfeffer (Institut für Tierernährung), Prof. Kromer (Institut für Landtechnik) und Prof. Schumacher (Institut für landwirtschaftliche Botanik) vertreten.
| Bearbeiter: | Dr. K.Frohberg(Projektleitung),P.Weingarten(Koordination),Dr. J.Dehio(Agrareform) |
| Auftraggeber: | Ministerium für Umwelt,Raumordnung und Landwirtschaft des Landes Nordrhein-Westfalen |
| Laufzeit: | 4/93-12/93 |
Entwicklungen von Zielsetzungen und Maßnahmen für den Politikbereich Landwirtschaft und ländlicher Raum - Natur und Umwelt -
Die Vorstudie "Entwicklung von Zielsetzungen und Maßnahmen für den Politikbereich Landwirtschaft und ländlicher Raum - Natur und Umwelt" wurde im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit durch ein Team von Wissenschaftlern des Instituts für Europäische Integrationsforschung Bonn erstellt. An der Durchführung dieses Forschungsvorhabens beteiligten sich neben der Professur für Volkswirtschaftslehre, Agrarpolitik und Landwirtschaftliches Informationswesen, auch das Institut für Organischen Landbau sowie das Institut für Landwirtschaftliche Botanik, Professur für Geobotanik und Naturschutz.
Inhalt der Studie ist eine Bestandsaufnahme und Systematisierung der sich auf die Bereiche "Landwirtschaft" und "ländlicher Raum" beziehenden Ziele sowie eine Analyse der Auswirkungen der eingesetzten agrar- und umweltpolitischen Instrumente im Hinblick auf den Grad der bereits realisierten Zielerreichung. Hieraus werden Zielerreichungsdefizite aus Sicht der Agrarpolitik sowie des Natur- und Umweltschutzes abgeleitet und auf dieser Basis politische Handlungsempfehlungen entwickelt.
Zunächst werden die agrar- und umweltpolitisch relevanten Ziele und die daraus resultierenden Zielkonformitäten bzw. Zielkonflikte in umfassender Form analysiert. Eine Darstellung des Rechtsrahmens hinsichtlich der EU-Agrarumweltpolitik sowie der Rechtsnormen in der Bundesrepublik Deutschland, soweit sie die Bereiche Landwirtschaft, Natur, Umwelt und ländlicher Raum betreffen, schließt sich an. Die Theorie der externen Effekte, die relevanten umweltpolitischen Instrumente zur Internalisierung sowie die zur Verfügung stehenden Bewertungsverfahren werden beschrieben. Es folgt die Darstellung und Bewertung der als externe Effekte zu bezeichnenden Umweltauswirkungen der Landnutzung auf der Basis von einzelnen Bodennutzungssystemen, differenziert nach Anbaumethoden und Intensitätsstufen.
Nach der Analyse der agrar- und umweltrelevanten Auswirkungen der Reform der EU-Agrarpolitik von 1992 werden, basierend auf einer Wirkungsanalyse sowie den in den vorausgegangenen Kapiteln vorgenommenen Untersuchungen und theoretischen Herleitungen, abschließend die auch nach der Reform der EU-Agrarpolitik verbleibenden agrar- und umweltpolitisch relevanten Zielerreichungsdefizite ermittelt und hieraus politische Handlungsempfehlungen sowie Forschungsbedarf abgeleitet.
| Bearbeiter: | Dipl.-Ing. Agr. Guido Urfei, Dipl.-Ing. Agr. Jürgen Bausch-Weis, Dipl.-Ing. Agr. Uwe Geier, Dr. Jochen Dehio |
| Auftraggeber: | Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit |
| Laufzeit: | 4/94 - 9/94 |
Forschungsbericht
Konzepte dezentralisierter Umweltpolitik und Informationsinstrumente zur Bewertung umweltschonender Landnutzung
Die Studie analysiert vor dem Hintergrund der Theorie des Umweltförderalismus diskutierte und bereits implementierte Informationsinstrumente aus dem landwirtschaftlichen und nichtlandwirtschaftlichen Bereich, die geeignet sein könnten, ökologische Leistungen der Landwirtschaft auf dezentraler Verwaltungsebene zu honorieren.
Die zur Honorierung ökologischer Leistungen zur Verfügung stehenden umweltpolitischen Strategien wie marktwirtschaftliche Anreize und command-and-control-Strategien werden vorgestellt und primär zentralen bzw. dezentralen Ansätzen gegenübergestellt.
Auf der Grundlage eines speziell entwickelten Kriterienkatalogs werden Honorierungskonzepte ökologischer Leistungen aus dem Sektor Landwirtschaft sowie ausgewählte Umweltinformationsinstrumente aus dem nichtlandwirtschaftlichen Bereich, wie bspw. Ökobilanzen oder Umwelt-Audits, beschrieben und analysiert.
Abschließend wird diskutiert, ob sich die beschriebenen Konzepte und Informationsinstrumente zur Umsetzung dezentraler Politikmaßnahmen im Agrarumweltbereich eignen, Empfehlungen für weiterführende wissenschaftliche Untersuchungen werden ausgesprochen.
| Bearbeiter: | Dipl.-Ing. Agr. Guido Urfei |
| Auftraggeber: | Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit |
| Laufzeit: | 4/94 - 9/94 |
Forschungsberichte, Vorträge
Die folgenden Themengebiete werden von Prof. Karl und seinen Mitarbeiter heute in Jena bearbeitet.
Das Forschungsprojekt "Information als privates Gut", das von der Deutschen Volkswagen-Stiftung seit dem 1. Juli 1995 gefördert wird, beschäftigt sich mit der ökonomischen Analyse der umweltschutzorientierten Unternehmenspublizität. Die Umweltpublizität gilt als ein relativ neues umweltpolitisches Instrument, das zum einen mittels diverser rechtlicher Regelungen, wie etwa die sog. EG-Öko-Audit-Verordnung, das Umweltinform
ationsgesetz oder die US-amerikanischen Offenlegungspflichten, zur Realisation gelangt. Zum anderen wird es eigenständig von den Unternehmen z.B. zur Erlangung von Marktvorteilen eingeführt, wie dies bei Umweltsiegeln, beim sog. Öko-Marketing oder bei einigen Ansätzen der ökologischen Bilanzierung der Fall ist. Bei allen Formen der Umweltpublizität geht es darum, daß den Interessentengruppen aus dem Unternehmensumfeld die freie Verfügbarkeit an denjenigen Unternehmen
sdaten gewährt werden soll, die sich auf die Umweltschadens- und Umweltschutzsituation des Unternehmens beziehen. Bei der Veröffentlichung von Unternehmensdaten stellen sich jedoch in der Regel die Probleme der mangelnden Glaubwürdigkeit und der fehlenden Vergleichbarkeit der Daten in den Weg, so daß Fragen der Prüfung bzw. der Standardisierung aufgeworfen werden. Auf letzteren liegt das Hauptaugenmerk des Forschungsprojektes. Die Fragen werden insbesondere mit den Methoden der Neu
en Institutionenökonomie zu beantworten versucht. Bearbeiter: Dipl.-Volkswirt Helmut Krämer-Eis und Dipl.-Ökonom Carsten Orwat Publikationen Karl, H., Krämer-Eis, H. (1996): Environmental and regional problems of contaminated sites, Agricultural and Resource Economics, Discussion Paper 96-03, Institut für Agrarpolitik, Universität Bonn. Karl, H., Orwat, C. (1995): Umweltschutzorientierte Unternehmenspublizität, in: M. Junkernheirich, P. Klemmer, G. R. Wagner, (Hrsg.), Handbuch zur Umweltökonomie, Band 2, Berlin 1995, S. 332-337. Ziel des Projektes ist die Analyse institutioneller Strukturen europäischer Umweltpolitik. Die Strukturen sollen daraufhin untersucht werden, inwieweit sie dazu dienen können, die gesetzten Ziele effizient zu realisieren, wobei gegebenenfalls alternative strukturelle Ansätze erarbeitet werden sollen. Insbesondere geht es um die Analyse proaktiver Instrumente des Umweltschutzes in offenen Volkswirtschaften, und hierbei speziell um das Instrument der zivilrechtlichen Haftung für Umweltschäden. Bearbeiter: Dipl. Ökonomin Klara Findenegg In der aktuellen umweltpolitischen Diskussion nimmt das Konzept des „Sustainable Development„ eine dominierende Rolle ein und wird inzwischen auch von vielen Ökonomen unterschiedlicher methodischer Ausrichtung als das relevante Leitbild der zukünftigen Wirtschaftsentwicklung angesehen. Sobald allerdings eine Konkretisierung allein des Begriffes, aber vor allem aus diesem Konzept ableitbarer Vorschläge verlangt wird, so endet die (oberfl
ächliche) Einigkeit schnell. Ein prominentes Beispiel hierfür ist die insbesondere im Rahmen der Uruguay-Runde des GATT aufgekommene Frage nach der Vereinbarkeit von Außenhandel und Umweltschutz. Während "mainstream"-Ökonomen Freihandel als auch ökologisch vorteilhaft betrachten, beziehen Vertreter des Lagers der "ecological economics" die Gegenposition; ihnen zufolge müßte Außenhandel die Ausnahme bleiben, häufig wird sogar die "Minimierung" von Handels-
und Kapitalströmen gefordert. Dabei hängen die Ergebnisse in starkem Ausmaß von den jeweils getroffenen Annahmen und den zugrundeliegenden Vorstellungen ab, was eine Einschätzung der Relevanz der sich widersprechenden Thesen erschwert. Dieser Problematik soll aus umweltökonomischer Perspektive nachgegangen werden, wobei zunächst die Ableitung einer sinnvollen Trägerstruktur erforderlich ist. Diese läßt sich mit Hilfe der ökonomischen Theorie des Föde
ralismus entwickeln. Darauf aufbauend sollen Regelungen und Institutionen gesucht werden, die nachhaltige Entwicklungen fördern können. Bearbeiter: Dipl.-Ökonom Omar Ranné Publikationen Karl, H., Ranné, O (1996): Regionalökonomische Probleme einer Dezentralisierung von Nachhaltigkeitsstrategien, ARL-Forschungsberichte, erscheint in Kürze. Karl, H., Ranné, O. (1995): Das Abwasserabgabengesetz - von der Deformation einer Umweltlenkungsabgabe, in: W. Benkert, J. Bunde, B. Hansjürgens (Hrsg.): Wo bleiben die Umweltabgaben? Ökologie und Wirtschaftsforschung, Bd. 17, Marburg, S. 19-46. Ranné, O. (1996): Ökonomische Überlegungen zum Begriff des Öko-Dumping, Agrar- und Ressourcenökonomik, Diskussionspapier 96-04, Institut für Agrarpolitik, Universität Bonn.
Information als privates Gut
Europäische Umweltpolitik - insbesondere Umwelthaftung
Interregionale Arbeitsteilung und das Konzept der nachhaltigen Entwicklung


